Praxis für Chinesische Medizin 中医

Akupunktur

Akupunktur Bei der Akupunktur wird mit körpereigenen Kräften gearbeitet. Dabei versucht man das sogennannte Qi zu regulieren, ein Begriff, der meist mit "Lebensenergie" übersetzt wird. Aus chinesischer Sicht fließt ein großer Teil des Qi in Leitbahnen (Meridianen), die den Körper durchziehen und die man sich etwa wie Längengrade auf einer Landkarte vorstellen kann. Ist der Qi-Fluss gestört, kommt es zu Blockaden, die aus chinesischer Sicht die Ursache für Schmerzen sind. Auf den Leitbahnen liegen spezielle Akupunkturpunkte, an denen mit Akupunkturnadeln oder Moxa gezielte Reize gesetzt werden, um den Qi Fluss zu regulieren. Elektroakupunktur Bei der Elektroakupunktur wird an die einzelnen Nadeln zur Reizverstärkung ein Stimmulationsgerät angeschlossen. In niedrigen Frequenzen wird über Kabel leichter Strom zu den Nadeln geführt, was zu Vibrationsgefühlen führt, aber schmerzfrei ist.

Laserpunktur ist eine Akupunktur bei der statt Nadeln ein Lasergerät (Low Level Laser) benutzt wird, die also völlig schmerzfrei ist. Sie eignet sich v.a für Kinder, sehr schmerzempfindliche Patienten und Patienten, die blutverdünnende Medikamente einnehmen müssen.

Moxibustion (Moxa)

Moxibustion Kälte oder Feuchtigkeit spielen als Krankheitsfaktoren oft eine wichtige Rolle, denn nach chinesischem Verständnis können sie in den Körper eindringen, erkennbar z.B. an Schmerzen, die durch Kälte oder feuchtes Wetter stärker werden. Mit der Moxibustion werden betroffene Körperteile "gewärmt". Moxa besteht aus getrocknetem Beifuß. Dieser wird bei der direkten Moxibustion mit einer sogenannten Moxazigarre, direkt über die Akupunkturpunkte gehalten. Bei der indirekten Form werden kleine Moxakegel auf die Akupunkturnadeln aufgesetzt und angezündet. Dadurch wird Wärme über die Nadel ins Gewebe und direkt an den Akupunkturpunkt geleitet. Die Moxibustion ist also besonders wirkungsvoll, wenn Schmerzen durch Kälte oder Feuchtigkeit verschlimmert werden.